Projekte

Regionen stärken durch Kooperation

Zurzeit erarbeitet die Lenkungsgruppe Geopark Porphyrland ein Komplexprojekt zu gebietsübergreifenden und transnationalen Kooperation nach LEADER mit folgenden Regionen:

- „Leipziger Muldenland“ (federführende Region)

- „Land des Roten Porphyr“,

- „Sachsenkreuz+“ und

- „Sächsisches Zweistromland“.


Alle Regionen streben eine gemeinsame Entwicklungsplanung für den Geopark an und entwickeln darüber hinaus für die geotouristische Entwicklung ihrer Eegion Ideen und Projekte. Die Gliederung des Geoparks in Rohstoff-Regionen bildet die inhaltliche Basis der Zusammenarbeit. Solche regional dominierenden Rohstoffe sind der rote Porhyrtuff aus Rochlitz, der Quarzporphyr in verschiedenen Varietäten, das Kaolin als Verwitterungsprodukt des Porphyrs, aber auch jüngere Braunkohle und Tone.

Rund um den Rochlitzer Berg gewinnt ein ganzer Landstrich seine Identität bereits aus dem einzigartigen Rohstoff. Das Land Roten Porphyr gibt so auch der Rohstoffregion im Geopark seinen Namen.

Weitere Projekte zum roten Porphyr werden im Geopark entwickelt. Der Rochlitzer Berg als Nationaler Geotop steht dabei im Mittelpunkt.

Der Quarzporphyr-Region fehlt zwar noch ein zündender Name. Mit dem Pilotprojekt Geopark Nordsachsen steht hier zwischen Thallwitz und Lossatal bereits ein gut entwickeltes geotouristisches Angebot zur Verfügung. Es soll und kann weiter qualifiziert werden und auf weitere Steinabbauorte mit neuen Ideen ausgeweitet werden.

Einen anziehenden Namen sucht auch die Kaolinregion zwischen Grimma und Mügeln. Hier konzentriert sich bis heute der Abbau von Kaolin und mit dem Wilden Robert dampft auch noch ein Technisches Denkmal auf der Schmalspur. Wege und Schienen sollen künftig Erlebnisangebote zum Kaolin verbinden, darunter einen Blick in einen arbeitenden Tagebau. In und um Colditz soll an die reiche Tradition der Keramik-Industrie erinnert werden und die Beziehung des Meissener Porzellans zu seiner Colditzer Rohstoffgrundlage beleuchtet werden.

Als Partner der transnationalen Kooperation gewann der Geopark Porphyrland die österreichische LEADER-Region "Lebens.Wert Pongau" mit dem entstehenden Geopark "Erz der Alpen". Beide Geoparks sind in Gründung und setzen erste Projekte um. Als weiterer deutscher Partner hat sich die Leader-Region Gotha – Ilm-Kreis – Erfurt der Kooperation angeschlossen. Sie fördert den Geopark Inselsberg - Drei Gleichen.

Die Ziele der Kooperation:

1. Erfahrungsaustausche

- zur Umsetzung des Potenzials an Geotopen in geotouristische Ideen mit hohem Bildungs-, Erlebnis- und Erholungswert (Ziel: Entschleunigung)

- zur Verbindung von Geopark-Tourismus und Genuss-Region

- zu Möglichkeiten der Bewahrung von Wissen und Kompetenz im Rohstoffabbau nach Schließung der Bergbauanlagen, Formen der Weiterführung der ehrenamtlichen Arbeit der ehemaligen Beschäftigten zur Bewahrung ihres Arbeitserbes in neuen Formen


2. Bildung einer länderübergreifenden Initiative mit dem Ziel der Aufnahme aller drei Geoparks in das globale Geopark-Netzwerk der UNESCO


3. Gemeinsames Marketing
für die Geoparks in Zusammenarbeit mit den örtlichen und regionalen Tourismusvereinen und –verbänden


4. Wissenschaftliche Zusammenarbeit
mit den Universitäten Salzburg und Leipzig zum Thema Geotourismus/Geoparks (Standortanalyse, Zielgruppenanalyse, Leitbildentwicklung, geologische potentiale und geotouristische Umsetzung), Umsetzung in Studien, Qualifikationen, Diplom- und Bachelor-Arbeiten; Austausch von Studenten und Lehrkräften zum Thema Geotourismus über das EU-Programm ERASMUS

Geopark-Schatzsuche in der ILE-Region Sachsenkreuz

Vertreter der AG Geopark stellten am 28. März 2011 in der Kulturscheune Börtewitz in einer Regionalkonferenz der ILE Region Sachsenkreuz vor regionalen Akteuren und Bürgermeistern das Projekt Geopark vor. Ziel der intensiven Arbeitsberatung war, die Potenziale der Region für eine Mitarbeit am Geopark herauszuarbeiten. Eingeladen waren dazu auch Vertreter der regionalen keramischen Rohstoffgewinnung und Industrie und des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Die Region zwischen Leisnig und Mügeln ist für den geplanten Geopark eine wesentliche Bereicherung. Vor allem der Abbau von Kaolin, lange Zeit auch für die Porzellanmanufaktur in Meißen, und die Verarbeitung dieses Rohstoffs in der Region soll geotouristisch aufbereitet werden. Der so genannte versteinerte See bei Börtewitz, der die Lebenswelt eines 290 Millionen Jahre alten Rotliegend-Sees in vulkanischer Nachbarschaft bei Ausgrabungen preisgibt, zählt zu den Biotopen, für die sich die Geopark-Initiatoren eine Aufbereitung als Bildungserlebnis gut vorstellen können. Mehrere regionale Partner erklärten ihre Bereitschaft zur Mitarbeit.

Pedelecs am Mulderadweg und im sächsischen Burgenland

Hügel und Täler machen das Muldenland zwar interessant, aber auch nicht für jedermann zum Lieblingsziel beim Radfahren. Der Unternehmer Volker Große will dem abhelfen und hat sich nach einem Partner für Pedelecs umgeschaut. Pedelecs ermöglichen dem untrainierten oder auch älteren Radler das Zuschalten von Elektrokraft. Steigungen können wieder mühelos bewältigt werden. Nachteil: Jedes Modell hat seine eigene Ladestation. Für eine flächendeckende Nutzung sind Absprachen sinnvoll. Der Muldentaler Unternehmer bietet Kauf, Leasing und Miete an und möchte eine flächendeckende Versorgung für Gäste erreichen. Sein Projekt hat er am 22.3.2011 in der Denkmalschmiede Höfgen vorgestellt. Die ersten Partner sind gewonnen.

Information:
Volker Große
Tel: 034383 42 66 6
Fax: 034383 42 67 6
Mobil: 0160 71 77 67 6
E-Mail: v.grosse@emotion-technologies.de

Strategie für Geopark abgesteckt

Rochlitz. Mitten im Land des Roten Porphyr steckten die Mitstreiter der Arbeitsgruppe „Geopark Muldenland“ am 12. November 2010 ihre Ziele ab. Einmütig wurde der sächsische Vulkanit-Komplex als die Region des Geoparkes angesehen. Mit dem kleinen Geopark Nordsachsen, der sich vor allem den Thema Quarzporphyr widmet, ist dafür bereits ein Pilotprojekt entstanden. Vulkane jedoch, so zeigte die Diskussion, sind schon mehrfach besetzt von nationalen Geoparks und Regionen, die das Prädikat erringen wollen.

Als Alleinstellungsmerkmal sehen die Initiatoren deshalb vor allem das Thema Porphyr mit der besonderen Stellung des Rochlitzer Porphyrtuffs an. Zugeordnet werden hier auch Verwitterungsprodukte wie Kaolin und Ton. Mit dem roten Werkstein aus Rochlitz und dem Kaolin, das Böttcher zur Erfindung des Meißner Porzellans verhalf, setzt der geplante Geopark auf zwei kulturhistorisch höchst interessante Rohstoffe. Ihre geotouristische Aufarbeitung kann das touristische Thema Burgen und Schlösser aufs Beste ergänzen. Die reiche Tradition der Ton- und Kaolin-Verarbeitung in Handwerk und Industrie und Kunst wird dabei eingeschlossen.

Die Arbeitsgruppe Geopark nutzt die Möglichkeit, sich beim Naturpark Muldenland e.V. andocken, der das Projekt langfristig gemeinsam mit der Universität Leipzig, Institut für Geografie, vorbereitet hat. Erstes Ziel ist, die Hürden der Zertifizierung zu erklimmen und die Nachhaltigkeit des geplanten Geoparks zu sichern.

 

zum Downloaden:

Pressemitteilung: Köpfe rauchen für Schätze aus dem Krater


Geopark-Workshop Röcknitz

Steinreich ist die Mulderegion und geologisch höchst interessant. Um den Reichtum zu bergen, der im Wesentlichen den Kratern der hier vor 280 Millionen Jahren kochenden Vulkane entstammt, sind ganze Industrien schon Jahrhunderte beschäftigt. Die Porphyrfelsen, Steinbrüche, verlassenen Bergwerke, Kohlen-, Kaolin- und Tongruben bringen nun eine neue Schar Interessenten zusammen. Sie lassen für die Schätze aus dem Krater ihre Köpfe rauchen. Rund vierzig geotouristisch engagierte Partner trafen sich am 23. September in Röcknitz, um ein lange vorbereitetes Projekt auf den Weg zu bringen – einen Geopark im Muldenland.


Vom Institut für Geografie der Universität Leipzig wurden in Forschungsseminaren und Diplomarbeiten dazu viele Vorarbeiten geleistet. Mit dem Geopark Nordsachsen entstand in Partnerschaft mit der Geomontan Freiberg GmbH ein Pilotprojekt zum Schwerpunkt Quarzporphyr in Röcknitz, Hohburg und Frauwalde.


Nun wollen die Initiatoren die Initiative in einer größeren Region verankern und das Profil des geplanten Geoparks herausarbeiten. Denn auch in anderen Regionen des Muldenlandes wurden interessante Geotope von nationaler Bedeutung erfolgreich in Szene gesetzt. Sehr gute Erfahrungen brachte das Land des roten Porphyr zum Arbeitstreffen in Röcknitz mit – der Rochlitzer Berg mit dem landläufig als Rochlitzer Porphyr bekannten roten Porphyrtuff ist auf interessante Weise für Touristen erschlossen worden. Rund um Colditz und in der Region Sornzig-Ablass sind Enthusiasten dem weißen Gold auf der Spur; aus Colditzer Kaolin formte Böttcher das erste Meißner Porzellan. Grimma hat mit dem „Weg der Steine“ bereits einen geotouristischen Anziehungspunkt geschaffen. Noch nicht erfasst sind die unzähligen Hinterlassenschaften des Bergbaus in der Region, um die sich viele Vereine und Enthusiasten kümmern. So soll im Thümmlitzwald ein kleines Museum der Braunkohle entstehen. Dazu kommen Kleinodien wie z.B. der Abbau von Serpentinit in Waldheim.


Beim Arbeitstreffen in Röcknitz wurde ein hohes Ziel angepeilt – die Anerkennung als Nationaler Geopark. Geotouristisch in Szene gesetzt werden soll der sächsische Vulkanitkomplex mit den Porphyrbrüchen sowie den Lagerstätten von Kaolin, Braunkohle und Ton. "Schätze aus dem Krater" – so sehen die Initiatoren das Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen deutschen Geoparks.


Die Vorträge zum Workshop sind zum Download bereitgestellt auf der Website des Regionalmanagements Leipziger Muldenland: www.leipzigermuldenland.de


Der Verein Naturpark Muldenland unterstützt die Initiative finanziell und personell über sein LEADER-gefördertes Projektmanagement. "Es ist unsere ureigenste Aufgabe, unsere vielgestaltige Flusslandschaft mit allen Facetten für Gäste interessant zu machen", sagt Geschäftsführer Lutz Simmler und lädt zur Mitarbeit am Projekt Geopark ein.


Kontakt: info@naturpark-muldenland.de

zum Downloaden:

Machbarkeitsstudie zum Tourismus

Der Tourismusverband Sächsisches Burgen- und Heideland hat für die Teilregion, in der auch der Naturpark Muldenland entstehen soll, eine Machbarkeitsstudie zur Organisation und Vermarktung des Tourismus an die Berliner Firma BTE vergeben. Der Startschuss zur Debatte mit den regionalen Akteuren erfolgte am 8. Oktober 2009 in Grimma im Gymnasium St. Augustin. Der Verein Naturpark Muldenland bringt sich mit seiner Vision und seiner Leistung aktiv in diesen Prozess ein.

Das Büro BTE startet mit einer Analysephase. Er ermittelt zunächst in rund 30 Gesprächen und mehreren Workshops die Innensicht der Beteiligten und in einer Telefonbefragung die Außensicht auf die Region, die bislang als sächsisches Burgenland vermarktet wurde. Das Büro BTE hat den Auftrag, mit den Akteuren eine Konzeption zu erarbeiten, die sowohl die Destinationskulisse mit Marken und Namen als auch Empfehlungen zu Organisation und Vermarktung enthält. Ergebnis wird im nächsten Frühjahr ein Kommunikationskonzept sowie ein Aktions- und Maßnahme-Plan mit klar geregelten Verantwortlichkeiten sein. Das Büro BTE hat ein ähnliches Konzept bereits erfolgreich für das Leipziger Neuseenland entwickelt.

Rund um den roten Porphyr

Weiter in den Bann des schönsten Werksteins der Region - des Rochlitzer Porphyrtuffs - will der Tourismusverband Rochlitzer Muldental die Gäste ziehen. Am Rochlitzer Berg wird seit Jahrhunderten der fein geäderte rötliche Stein gebrochen. Ein Porphyr-Lehrpfad führt über den Berg; er soll künftig um weitere Stationen, einen Spielplatz und Möglichkeiten der kreativen Arbeit mit dem Stein erweitert werden.
Außerdem plant das zuständige Projektmanagement, die Verbreitungswege des regionalen Porphyrtuffs touristisch aufzubereiten und die Gebäude mit dem stattlichsten und wertvollsten Schmuck aus diesem Stein Gästen im Naturpark als besonderes Erlebnis zu offerieren. Mitstreiter mit Ideen und Wissen sind herzlich willkommen.
Kontakt: info@rochlitzer-muldental.de

Marke Muldenland

Sie hatten die Idee und fanden sich zusammen - hundert Erzeuger aus dem Muldenland stellen sich im Internet unter „Marke Muldenland" vor. Gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Muldenland will der Naturparkverein nun einen Schritt weiter gehen. „Marke Muldenland" soll eine begehrte und angesehene Reihe von Produkten werden, sie zu Hause und bei Gästen des Naturparkes auf Nachfrage stößt. Vom Lavendelwein bis zum Fruchtaufstrich, vom Kräutertee bis zum originellen Kunsthandwerksprodukt kann die Palette Marke Muldenland reichen. Der Naturpark organisiert dafür den Blick in andere Regionen, die gut gehende Marken entwickelt haben; er fördert das Zusammenwirken der Produzenten und Verkäufer. Über ein Leader-Projekt sollen die Kriterien der Marke und das Geschäftsmodell gemeinsam entwickelt werden.
Email: viola.hess@naturpark-muldenland.de

 

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