Informationen


Touristischer Navigator online

Muldental. Das Muldental zwischen Thallwitz, Hohburg und Colditz macht sich Gästen jetzt virtuell schmackhaft. Menü und Zutaten bestimmt dabei ganz allein der Gast – ohne Umweg über Tourist-Informationen und Prospekte. Möglich macht dies ein touristischer Navigator, eine interaktive Karte der Region mit vielen Service-Funktionen.


Sehenswürdigkeiten? Übernachtung? Mittagessen? Radtouren? Kanuverleih? – auf Stichwort erscheinen die gewünschten Informationen auf einer Karte genau so, wie sie der Gast braucht und dort, wo er sie braucht. Im Idealfall kann er über ein Kontaktformular gleich sein Quartier buchen. Er kann sich Informationen und Routen als PDF ausdrucken oder die GPS-Koordinaten auf sein Gerät laden. Er kann sich vor Ort verabreden oder seinen Tipp gleich an Freunde weitersenden.


Die Kommunen haben im vergangenen Jahr eine wahre Datenflut geordnet und gelenkt und damit die virtuelle Karte gefüttert. Über 400 Tipps und Touren kann man derzeit bereits abrufen. Die Gemeinden haben diese Arbeit gemeinsam mit dem Vermessungsbüro Mütze und dem Naturpark Muldenland e.V. geleistet. Sie sind Vorreiter für diese neue Form des Tourismus-Services, denn der touristische Navigator wird einmal das gesamte Burgen- und Heide-Land umfassen. Andere Regionen haben die Sisyphos-Arbeit noch vor sich.


Auch über die Seite des Naturpark Muldenland e.V. kann man jetzt auf diesen Navigator zugreifen. Einfach den Button auf der Hauptseite anklicken und los geht die Suche.


Geoparks aus Sachsen, Österreich und Thüringen kooperieren


Technikschau am Steinarbeiterhaus Hohburg

Thallwitz/Hohburg/Muldenland. Weit gereister Besuch im Geopark "Porphyrland. Steinreich in Sachsen". Gäste aus dem österreichischen Geopark "Erz der Alpen" und dem Geopark "Inselsberg – Drei Gleichen" besuchten vom 8. Bis 11. Februar 2012 die junge sächsische Geopark-Initiative zwischen Thallwitz, Rochlitz und Mügeln. "Ihr habt eine große Chance und noch viel Arbeit", das attestierten die Gäste den Initiatoren, die die Aufmerksamkeit von Gästen und Touristen mit dem Abbau von Quarzporphyr, Rochlitzer Porphyrtuff und Kaolin fesseln wollen.

 

Am Steinbruch auf dem Rochlitzer Berg
Die bereits geschaffenen Geoportale im Steinarbeiterhaus Hohburg und im Herrenhaus Röcknitz mit dem Geoerlebnisgarten und der Ausstellung "Zeit – Wandel – Stein. Bewegte Geschichte einer Landschaft" fanden große Anerkennung. Zwar zeigten sich der Rochlitzer Berg und die Kaolingruben in Kemmlitzer Revier zwischen Mügeln und Leisnig dick verschneit, dennoch gewannen die Gäste einen tiefen Eindruck vom geotouristischen Potential der Region. Dass dies von Enthusiasten am Ort wirkungsvoll in Szene gesetzt wird, erlebten sie unter anderem beim Besuch der Feldbahnanlage Glossen, wo auch die industrielle Geschichte der Schmalspurbahn "Wilder Robert" im Döllnitztal als Kaolinbahn erläutert wurde. Welche Funde die Erde noch birgt, wurde anhand eines versteinerten Sees bei Börtewitz deutlich, den sächsische Geologen bei Grabungen anschnitten und u.a. den Süßwasserhai in diesem 290 Jahre alten Ur-See am Rande vulkanischer Aktivitäten nachweisen konnten. Die Gäste überzeugten sich an den verschiedenen Orten vom Ideenreichtum beim Entwickeln des jungen Geoparks und waren beeindruckt, wie viele Kommunen und Akteure sich tatkräftig einbringen.

Während des Besuches vereinbarten die drei Geoparke eine mehrjährige Zusammenarbeit, die einen regen Erfahrungsaustausch und gemeinsames Marketing umfassen wird. Unter den Mitgliedern der Delegationen waren auch die LEADER-Regionalmanager der betreffenden Regionen. Die Zusammenarbeit soll über LEADER in jedem Land finanziert werden. Für Sachsen ergibt sich aus dieser Kooperation die Möglichkeit, wichtige Projekte des Geoparks Porphyrland aus Fördermitteln zu finanzieren. In den nächsten Wochen soll der Antrag bei den Ministerien der Länder gestellt werden. Das Bundesland Sachsen hat bereits Mittel für die Projektanbahnung bewilligt.


Besuch im Geopark "Erz der Alpen" in Österreich


Stollen Larzenbach

Zum Geopark "Erz der Alpen" im österreichischen Pongau reisten am 5. und 6. Oktober 2011 Dr. Annett Krüger, Dr. Viola Heß und Holger Schilke aus dem Geopark Porphyrland. Mit dabei Sylvia Reyer vom Geopark "Inselsberg - Drei Gleichen". Kurz aber intensiv war der Besuch beim Partner der Wahl für eine geplante transnationale Kooperation.

 

Glück auf
Das Programm der beiden Arbeitstage war straff organisiert. Herwig Pichler vom Verein "Erz der Alpen", Horst Ibetsberger und Markus Häupl von der Fa. GeoGlobe , beauftragt mit der Entwicklung des österreichischen Geoparks, zeigten den deutschen Partnern vor allem Zeugnisse des Kupfererzbergbaus, die eine 5000-jährige Geschichte das Abbaus und der Verhüttung belegen.

Aus dem Pongau stammt das Kupfer, aus dem sowohl das Beil der Gletschermumie Ötzi als auch die Himmelsscheibe von Nebra geschmiedet wurden. Es waren zum großen Teil einstige Bergleute aus Mühlbach oder Hüttau, die sich um den Erhalt und die Präsentation der Zeugnisse ihrer Arbeit selbst kümmerten und heute Besucher durch Schaustollen und kleine Bergbau-Museen wie in Mühlbach führen oder durch wieder frei gelegte Zechen wie die Kupferzeche Larzenbach. Die vier Bürgermeister der einstigen Kupferregion unterstützen die Verbindung dieser Zeugnisse über einen Geopark. Erstes Projekt ist ein Erzweg Kupfer, der Wanderern ein besonderes Erlebnisangebot verspricht. Während des Arbeitsbesuches wurden die Ziele der transnationalen Kooperation erarbeitet.

 

Walderlebnispfad aufgewertet

Von der TMGS zum Familienwanderweg gekürt wurde der Walderlebnispfad Wechselburg im Jahre 2011. Er gehört nunmehr zu den schönsten Familienwanderwegen Sachsens. Sein Startpunkt liegt am Parkplatz Altschillen am Ortseingang von Wechselburg. Über 9,5 Kilometer führt er durch den Rochlitzer Bergwald und stellt dabei die Tiere, die Aufgaben des Jägers, Bäume, Kräuter und andere Pflanzen, die Vögel und Holz als Rohstoff ideenreich und einladend vor.


Pilgern auf der Via Porphyria

Ein neuer Pilgerweg lädt in Sachsen ein und macht zugleich den Geopark Porphyrland erlebbar – die Via Porphyria. Der Weg wurde gemeinsam mit dem Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. erarbeitet und beschildert. Die Stationen des Rundweges durch das Land des roten Porphyr sind Geithain, Frankenhain, Borna, Frohburg, Kohren-Sahlis, Penig, Lunzenau, Claußnitz,, Seelitz, Wechselburg, Geithain.
Für den Pilgerweg gibt es einen Flyer mit Karte, Wegbeschreibung Sehenswürdigkeiten, Kirchen und Bibelsprüchen, Pilgerliedern und Platz für ein eigenes Pilgertagebuch. Die Pilgerherbergen jeder Station und wichtige Ansprechpartner für unterwegs sind am Ende aufgeführt. Der Flyer ist erhältlich bei den örtlichen Tourist-Informationen.


Geoerlebnisgarten feierlich eingeweiht


Geoerlebnisgarten

Willkommen im Geoerlebnisgarten - auf einem riesigen G prangt die Einladung, den neu gestalteten Park des Herrenhauses Röcknitz mit seinen geologischen Erlebnisstationen zu erkunden. Als Ergänzung zur Ausstellung "Zeit - Wandel - Stein" im Herrenhaus, einer spannenden Dokumentation der Erdgeschichte und Landschaftsentstehung im Geopark Porphyrland, lädt der Geoerlebnisgarten nun jeden Tag zum Entdecken und Begreifen ein. Er zeigt unter anderem die Kraft eines Gletschers, der Steine, Kies und Sand aus Skandinavien bis nach Sachsen verschleppt hat , stilisiert einen Mammutbaum, der seinen Namen zu recht trägt, lädt ein, die Beschaffenheit von Kaolin unter den Händen zu spüren. Das Gestein der Region, der Quarzporphyr, wird hier direkt unter die Füße genommen, und zwar barfuß. Betreut werden Ausstellung und Garten vom Heimatverein Röcknitz-Treben.


www.geopark-nordsachsen.de

Drehscheibe Keramik: Offerten von Töpferkurs bis Kunstausstellung im Geopark

Grimma/Schaddel. Das traditionsreiche Künstlerhaus Schaddelmühle war am 23. August 2011 Geburtsort für ein Bündnis der keramischen Werkstätten, Museen und Vereine. Unter dem Arbeitstitel "Drehscheibe Keramik" entwickeln künftig die Handwerker, Künstler und Vereine gemeinsam Angebote für die Vermarktung ihrer Produkte, für Kurse und Workshops als Offerten an Gäste und Touristen der Region, die sich kreativ betätigen wollen.

"Unsere Landschaft ist traditionell geprägt von den Rohstoffen Ton und Kaolin", sagt Projektleiter Frank Brinkmann. "Das keramische Handwerk, die keramische Industrie und die Kunst sind hier zu Hause. Wir wollen dies mit der Drehscheibe Keramik und ihren Angeboten wieder bewusst machen und als regionales Merkmal gezielt vermarkten." 60 Partner zwischen Leipzig, Chemnitz und Dresden wurden angesprochen und die weitaus meisten bekundeten Interesse.

Bewusst bezogen die Ideengeber der Drehscheibe Keramik schon am Start den Geopark im Muldenland ein. "Unsere Geopark setzt nicht nur auf hier beheimatete Rohstoffe wie Porphyre und ihre Verwitterungsprodukt Kaolin. Wir wollen zugleich auch das Wissen, die Erfahrung, die Kompetenz im Umgang mit diesen Rohstoffen bewahren, betont die Geologin Dr. Annett Krüger von der AG Geopark. Zum Geopark gehöre deshalb unbedingt eine Region Keramik, die den Abbau, die Verarbeitung, die Technologien, die Produkte und ihre Designer erlebnisreich geotouristisch aufarbeitet. Wichtige Orte sind die Städte Colditz mit einer einst reichen Produktion an Fein- und Grobkeramik und dem Porzellanwerk und Mügeln, in dessen Umgebung bis heute die "weiße Erde" für das Porzellan gewonnen wird. Mit vielen Ideen und Bergen von gesichertem Material steht hier z.B. der Verein Muldental Keramikroute schon in den Startlöchern.

Erstes Ergebnis der Zusammenarbeit wird ein Flyer sein, auf dem sich die Partner der Drehscheibe Keramik vorstellen und interessierten Gästen ihre Fülle in der Region offerieren. Beim Startworkshop am Montag sagten die Teilnehmer ja zum geplanten Projekt, ja zur inhaltlichen Verzahnung mit dem Geopark und benannten ihr Team zur weiteren Entwicklung des Projektes. Die Projektanbahnung wurde über LEADER gefördert.


Kontakt:
Frank Brinkmann
Kulturförderverein Schaddel e.V.
Tel. 034384/71202
info@schaddelmuehle.de


Namensgebung für Geopark mit klarem Favoriten

Grimma. Genau 13.33 Uhr war die Wahl getroffen: "Geopark Porphyrland. Steinreich in Sachsen" – unter diesem Namen wird nach dem Willen der beteiligten Kommunen und Akteure künftig für Umweltbildung und Geotourismus zwischen Thallwitz, Rochlitz und Mügeln geworben. Mit diesem Namen wollen die Geopark-Akteure auch die Zertifizierung als Nationaler Geopark erstreiten.

Über 20 Vertreter aus allen Teilen des Geoparks hatten sich am 28. August 2011 dafür in Grimma zum Workshop getroffen. Mit dabei Vertreter des Geoparks Nordsachsen, dem Pilotprojekt der regionalen Initiative, Vertreter aus dem Land des roten Porphyr, aus der Kaolinregion um Mügeln und vom Tourismusverein Sächsisches Burgen- und Heideland. Als Moderatorin wurde Sylvia Reyer vom Geopark "Inselsberg—Drei Gleichen. Auf den Spuren von Pangäa" gewonnen, die mit viel Erfahrung und dem Blick von außen die Debatte steuerte. Schnell einigten sich die Teilnehmer, dass der Name vor allem Gäste ansprechen und neugierig machen soll. Eindeutig muss der Geopark auch auf der Landkarte Deutschlands zu finden sein und sich von den 14 bereits existierenden nationalen Geoparks in Deutschland abheben. Punkte will der erste originär sächsische Geopark in dieser Hinsicht mit dem Vulkanismus aus der Zeit des Perm sammeln. Nahezu in der gesamten Region stößt man im Untergrund auf eine bis zu 400 Meter mächtige Decke aus verschiedenen Porphyren, deren Verwitterungsprodukt Kaolin ebenfalls zu den besonderen regionalen Rohstoffen gehört. Nur ein einziger Geopark in Deutschland setzt wie die Sachsen auf das Thema Rohstoffe – der Geopark Ruhrgebiet mit seiner Steinkohle. Unter vielen kreativen Vorschlägen fand sich schließlich der Favorit. Mit "Geopark Porphyrland. Steinreich in Sachsen" wird auf die geologische Besonderheit, die Porphyre, die Urlaubsregion Sachsen aufmerksam gemacht und ein besonderes geologisches Erlebnis versprochen. Eine große Mehrheit entschied sich für diesen Vorschlag. Alle Partner des Projektes sehen sich mit diesem Namen gut vertreten. Die Domain www.geopark-porphyrland.de ist bereits gesichert.


Download Newsletter August 2011

Download Extrablatt Augsut 2011



Die Flusslandschaft Mulde - Geschichte und Wahrnehmung heute.

Diesem Thema widmet sich eine zweitägige wissenschaftliche Tagung am 29. Und 30. September im Rathaussaal in Grimma. Veranstalter sind das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. (ISGV) und der Naturpark Muldenland e.V.

Das Einzugsgebiet der Mulde (Freiberger, Zwickauer und Vereinigte Mulde) umfasst einen großen Teil des sächsischen Territoriums. Trotzdem ist die Mulde als Fluss-System wenig im Bewusstsein der Bewohner des Landes und der Vertreter der verschiedenen Wissenschaften verankert. Das Muldenland wird bis heute kaum als geschlossener Landschaftsraum wahrgenommen.

Flüsse sind historische Gebilde, deren objektive Gestalt und Perzeption sich in den verschiedenen Phasen ihrer Genese stark unterscheiden. Historisch war der Fluss Mulde vor allem Energiespender und deshalb ein bedeutender Standort von Gewerbe und Industrie. Trotzdem oder gerade deshalb bot das Tal der Mulde für unterschiedliche Kunstformen Inspiration. In jüngster Zeit erlangte der Flussraum als Schauplatz der Auswirkungen einer Hochwasserkatastrophe erneut überregional traurige Bekanntheit. So bildeten das Leben und das Arbeiten an einem Fluss markante Besonderheiten regionaler Kultur, die sich in eigenen wirtschaftlichen und technischen Entwicklungen, spezifischen Strukturen in der Gesellschaft und besonderen Erinnerungen darstellen.

Die wissenschaftliche Tagung wird multiperspektivisch geographische, ökologische, hydrologische und wasserbautechnische sowie sozial-, kunst- und kulturgeschichtliche Aspekte der Wahrnehmung der Flusslandschaft vorstellen. Der Fluss Mulde, als Summe von drei meist getrennt beschriebenen Fließgewässern, wird als ein in sich geschlossenes System betrachtet, in dem er als Akteur, Gestalter und Objekt der Geschichte eine "Neu"-Bewertung erfährt, die für gegenwärtige und künftige Überlegungen der Landschaftsgestaltung und der Landschaftsnutzung Bedeutung erlangen kann.


Anmeldung: http://web.isgv.de/grimma


Download Flyer (PDF, 480 kB)




MITGAS sponsert Naturschutzinformation für Wasserwanderer mit 4500 Euro

Mit 4500 Euro unterstützt die Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH MITGAS den Naturpark Muldenland e.V. bei der gezielten Information über den Naturschutz auf der Vereinigten Mulde Im Naturschutzgebiet zwischen Eilenburg und Bad Düben. Das Schutzgebiet ist für Wasserwanderer nur in der Zeit vom 15. Juli bis 31. Oktober geöffnet. In dieser Zeit ist hier einer der schönsten Abschnitte der Mulde mit vielen Naturerlebnissen zu entdecken. Wegen ungenügender Information der Besucher werden häufig Ufer und Kiesheger betreten und dabei seltene Tierarten aufgestört oder bedroht.

Der Naturpark Muldenland e.V. möchte mit drei Informationstafeln und Flyern für die Wassertouristen über die Schönheiten der Landschaft und die Besonderheiten in der Tier- und Pflanzenwelt informieren und die notwendigen Betretungsverbote begründen. Das Sponsoring ermöglicht es, die geplante Besucherinformation rasch umzusetzen. Dazu arbeitet der Naturparkverein eng mit dem NABU Sachsen zusammen. Der NABU Sachsen stellt die Fotos und Informationen zu den Schutzzielen, den geschützten Tieren und ihren Lebensräumen zur Verfügung. Es sind 10 000 Flyer geplant, die vor allem an den Ein- und Ausstiegsstellen und bei den Veranstaltern von Kanutouren erhältlich sein werden. Die Informationstafeln aus Edelstahl sollen in Wurzen, Eilenburg und Gruna aufgestellt werden. Unterstützung gibt dem Naturparkverein dabei das LEADER-Regionalmanagement Delitzscher Land sowie die LEADER-Kooperation zum Wasserwandern und Radfahren auf der Mulde.

Wir bedanken uns bei unserem Sponsor MITGAS Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH.


Geopark im Muldenland gegründet


Geopark erleben: Dr. Harald Walter vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (l.) hat die Grabungen nach einem versteinertes See in Börtewitz wissenschaftlich geleitet. Vor den Mitgliedern und Gästen der Geopark-Gründung erläutert er den Wert des Fundortes.
Foto: Holger Schilke
Bockelwitz. Elf Kommunen aus den Landkreisen Leipzig und Mittelsachsen greifen nach den Steinen. Sie schlossen sich am Freitagvormittag in Börtewitz zu einer Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) "Geopark im Muldenland" unter dem Dach des Vereins Naturpark Muldenland zusammen. In dessen Geschäftsstelle in Grimma hat auch der Geopark ab sofort sein Koordinierungsbüro. Noch agiert die Arbeitsgemeinschaft unter einem Arbeitstitel. Der passende und mitreißende Name des Geoparks muss noch gemeinsam gefunden werden. Doch die Kooperation wurde bereits standesgemäß besiegelt: Wo Geologen in Börtewitz nach den Resten eines 290 Millionen Jahre alten Sees unter der Grasnarbe fahnden, beschlossen Bürgermeister aus elf Städten und Gemeinden Zusammenarbeit für die nächsten Jahre. Dr. Harald Walter vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie stellte die Grabung vor. Gut aufbereitet könnte sie mitsamt den Funden an Millionen Jahre alten Pflanzenresten und Fossilien, darunter Abdrücke des Süßwasserhais zu einer der touristischen Attraktionen des Geoparks werden.


Denn die Region zwischen Rochlitz, Mügeln und Thallwitz hat eine höchst interessante Erdgeschichte zu erzählen. Alles dreht sich in der Entstehung um den Vulkanismus. Aus gewaltigen Eruptionen, Lava und Glutwolken sind die prägenden Steine der Region entstanden – Porphyr in vielen Ausprägungen und als ganz besonderer Werkstoff der rote Porphyrtuff. Von interessanten erdgeschichtlichen Episoden berichten unter anderem die Gletscherschliffe in Hohburg, die den Wissenschaftlern endgültig verrieten, wie weit sich Eis ins Inland geschoben hatte.



Schätze auf Halde: Selbst im Grabungsschutt des versteinerten Sees machten die Geopark-Gründer noch Entdeckungen. Sie fanden Abdrücke von Pflanzen und Koprolithen (Kotresten) aus der Lebenszeit des Sees.
Foto: Holger Schilke
Für Interessierte gut in Szene gesetzt sind Teile dieser spannenden Geschichte bereits im Geopark Nordsachsen. Im Herrenhaus Röcknitz, im Steinarbeiterhaus Hohburg und im Museum für Ur- und Frühgeschichte Frauwalde kann man erleben, was die Erde formte und die Menschen sich Quarzporphyr und Kaolin zu Nutze machten. Noch in diesem Jahr soll in Röcknitz ein Geo-Erlebnisgarten eingeweiht werden. Thallwitz und Hohburg sind in der Kooperation Vorreiter. Sie bringen den kleinen Geopark als Pilotprojekt ein. Mit dabei ist die Stadt Rochlitz, die mit dem Rochlitzer Berg einen Nationalen Geotop hütet. Am Rochlitzer Berg gibt es nicht nur einen Porphyr-Lehrpfad zu entdecken, für den Berg wurde bereits ein ganzes Konzept entwickelt. Angeschlossen hat sich der Kooperation auch die Kaolinregion mit der Stadt Mügeln. Kaolin ist ein Verwitterungsprodukt des Porphyrs. Das Kaolin aus Colditz und Kemmlitz hat in Sachsen Kulturgeschichte geschrieben als Rohstoff für das Meissener Porzellan. Auch Bad Lausick, das sein Heilwasser aus den Tiefen der Erde holt, ist Partner im Vorhaben. Die Kooperation steht weiteren Kommunen ausdrücklich offen.



Fundstück Ostracode: Schalenabdruck eines versteinerten kleinen Krebstieres.
Foto: Viola Heß
Dr. Annett Krüger vom Institut für Geographie der Universität Leipzig, die seit 2003 an der Erkundung der geotouristischen Potentiale der Region arbeitet, attestiert dem geplanten Geopark Einmaligkeit unter den Geoparken in Deutschland. "Wir setzen nicht nur auf die Erdgeschichte, sondern auf den Umgang der Menschen mit den Rohstoffen ihrer Region und ihre besonderen Kompetenzen im Abbau der Verarbeitung und der Kunst."

 

Ligaziel: Nationaler Geopark im Muldenland

Nördlingen. Sachsen trägt Porphyr – unter diesem Motto stellte die Initiativgruppe Geopark im Muldenland das regionale Projekt auf der 15. Internationalen Jahrestagung GeoTop 2011 der Fachsektion Geotop der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften vom 1. bis 4. Juni in Nördlingen vor. Dr. Annett Krüger vom Institut für Geografie der Universität Leipzig trug den gemeinsam mit Dr. Jochen Rascher und Dr. Viola Heß erarbeiteten Beitrag am zweiten Konferenztag mitreißend vor. In der Diskussion gewürdigt wurde das klare Bemühen der Region um ihr Alleinstellungsmerkmal: Rohstoffe aus dem Rotliegenden, entstanden durch den permischen Vulkanismus, und nachfolgende Überformungen und Verwitterungsprodukte, ihre geologische Bedeutung, ihr Abbau, ihre Nutzung. Mit den Geoportalen in Thallwitz und Hohburg , die Quarzporphyr und Kaolin in den Mittelpunkt rücken, und dem Rochlitzer Berg mit dem Porphyr-Lehrpfad sowie dem Weg der Steine von Grimma nach Förstgen kann der entstehende Geopark bereits erste Teile einer Infrastruktur vorweisen. Die Initiative wurde von den 14 bereits ausgewiesenen Nationalen Geoparks in der AG Deutsche Geoparks begrüßt und zu den folgenden Tagungen eingeladen. Bei Gesprächen und Exkursionen wuchs die Ausbeute an Erfahrungen und möglichen Partnerschaften für den ersten originär sächsischen Geopark. Interessiert an transnationaler Zusammenarbeit mit dem sächsischen Projekt zeigte sich ein im Entstehen befindlicher Geopark im Pongau in Österreich, der sich dem Erz der Alpen, der Förderung von Gold, Kupfer und Eisen widmen wird.


Artikel "SDGG (2011) Geotop 2011, Heft 76 (Auszug)" zum Download



Dr. Annett Krüger bei Ihrem Vortrag
 


Flusslandschaft 2012 knapp verfehlt

Achtbar geschlagen hat sich die Mulde beim Wettstreit um den Titel "Flusslandschaft des Jahres 2012". Die Bewerbung war von den Naturfreunden Sachsens, dem Naturpark Muldenland e.V. Und dem Leipziger Anglerverband e.V. eingereicht worden, unterstützt vom Sächsischen Kanuverband e.V. und vom Verein Mitteldeutscher Wanderfisch. Errungen hat den Titel, der vom Fachbeirat für Gewässerökologie der Naturfreunde Deutschlands und dem Deutschen Anglerverband verliehen wird, für die nächsten zwei Jahre die Helme in Sachsen-Anhalt. Die Antragsteller hatten mehr Unterstützer und mehr Projekte auf die Beine gestellt. 2014 hat die Mulde eine neue Chance.

Herzlichen Glückwunsch von der Mulde an die Helme.


Geopark im Muldenland auf der GeoTop 2011.

Das Muldenland hat das Potential für einen Geopark. Die Akteure wollen den Weg zur Zertifizierung als Nationaler Geopark durch die Alfred-Wegner-Stiftung einschlagen. Zur 15. Internationalen Jahrestagung der Fachsektion GeoTop der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften vom 1.bis 4. Juni 2011 in Nördlingen wird das Projekt erstmals der geowissenschaftlichen Fachwelt vorgestellt. Themen der Tagung sind die Themen Geotourismus und Geotopentwicklung. Für die Tagungsband entstand ein Fachbeitrag unter dem Thema „Sachsen trägt Porphyr“, für den die geologischen Grundlagen, das Alleinstellungsmerkmal und die geotouristischen Potenziale des geplanten Geoparks mit seinen vorläufigen Grenzen erarbeitet wurden. Wie auch in anderen Naturlandschaften Deutschlands wollen der Naturpark Muldenland und der Geopark ein gemeinsames Fundament in der Organisation nutzen.

Aktuelle Informationen unter „Projekte“ in diesem Menü
Autoren und Kontakt:
Dr. Annett Krüger, IfG, Uni Leipzig
Dr. Jochen Rascher, GEOmontan Freiberg GmbH
Dr. Viola Heß, Naturpark Muldenland e.V.


Mitarbeit an der VDN-Kampagne „Mein Naturpark“

Der Verein Naturpark Muldenland e.V. beteiligt sich aktiv an der vom Verband deutscher Naturparke (VDN) initiierten Kampagne „Mein Naturpark“. Am 21. und 22. Mai finden dazu in allen Naturparken Naturerlebniswochenenden statt. Unser Angebot: Eine Wanderung von der Hängebrücke in Grimma zur Schiffsmühle Höfgen. Während der Wanderung wird die Flussaue der Mulde bei Grimma näher erläutert. Dabei stehen die Prozesse der Landschaftsgenese als auch die Charakterisierung der Böden als Grundlage biologischer Vielfalt im Vordergrund. Erörtert werden auch Aspekte der Nutzung der Flussauen durch den Menschen in historischer und heutiger Zeit. Der Genuss von schönen Aussichts- und Erholungspunkten entlang des anstehenden Grimmaer Porphyrs rundet die Wanderung ab.
21.Mai 2011, 9.30 bis ca. 14.00 Uhr
Begleiterin: Dr. Annett Krüger
Treffpunkt: Hängebrücke in Grimma


Ausbildung zum Junior Ranger startet.

Wie zählen die Naturschützer eigentlich Vögel? Wer zählt die Tier- und Pflanzenarten im Muldenland? Warum gibt es in der Mulde keine Lachse mehr? Auf neugierige Fragen dieser Art finden Kinder mit Naturinteresse ab Herbst 2011 an der Volkshochschule Muldental reichlich Antwort bei einem außergewöhnlichen Angebot: Sie können Junior Ranger werden. Das bedeutet, die Natur zu allen Jahreszeiten bei interessanten Aufgaben kennenzulernen und erfahrene Naturschützer zu begleiten.

Das Programm ist für naturbegeisterte Kinder von 8 bis 12 Jahren gedacht und wird gemeinsam mit dem Naturpark Muldenland e.V., den Rittergut in Trebsen und dem Naturfreundehaus Grethen angeboten. Einmal monatlich treffen sich die künftigen Junior Ranger für einen ganzen Samstag an verschiedenen Orten des Muldentals. Jeder Samstag hat ein eigenes Thema. Zum Abschluss des gemeinsamen Jahres findet es ein Naturcamp statt.

Partner der Junior Ranger sind als Experten Mitarbeiter des Sachsenforst, des NABU Sachsen und des Landschaftspflegeverbands Muldenland.


Sonniger zweiter Entdeckertag im Naturpark Muldenland

Einen goldenen Herbst zwischen Colditzer Forst und Thümmlitzwald versprachen die Organisatoren des zweiten Entdeckertages im Naturpark Muldenland am 10. Oktober 2010. Und sie bekamen ihn: Die Sonne und eine bunte Herbstpracht waren stimmungsvoller Kulisse für einen schwungvollen Auftakt mit dem Grünauer Chor auf dem Schlosshof. für einen Tag voller Verlockungen. Ob beim Buttern im Museum für Volksarchitektur in Schwarzbach, beim Apfelbestimmen im Jagdhaus Kössern, beim Erntefest vor den Toren des Podelwitzer Schlosses oder bei den zahlreichen Wanderungen - der Sonntag bot für jeden etwas. Einzig auf die Mulde wagte sich bei herbstlichen Temperaturen kaum jemand. Dabei hatten die Kanuten aus Colditz sogar den Bootstransport gut organisiert.

Der Naturpark Muldenland e.V., die Stadt Colditz, die Gemeinden Zschadraß und Großbothen sowie der Tourismusverein Colditzer Muldenland bedanken sich bei den Partnern für diesen Tag:


  • Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V.
  • Colditzer Kanu- und Sportverein
  • Jagdhaus Kössern
  • Dentalhistorisches Museum Zschadraß
  • Dorfmuseum Schönbach
  • Europa-Jugendherberge Colditz
  • Forstbezirk Leipzig
  • Gesellschaft Schloss Colditz e.V.
  • Kunst- und Museumsprojekt im Diakoniewerk Zschadraß
  • Heimatstube im Schloss Podelwitz
  • Naturschutzstation Weiditz
  • Landesmusikakademie, Schloss Colditz
  • Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur
  • Colditzer Sportfischer Verein e.V.
  • Colditzer Mundart-Gruppe
  • Waldhaus Colditz
  • Ferienpark Thümmlitzsee
  • Gaststätte und Bowlingcenter „zum Anpfiff“ Hausdorf
  • Fahrrad Paufler Colditz
  • den Führern der Wanderungen: der Kunsthistorikerin Frau Annett Steinert, dem Forstoberrat Herrn Heiko Linhart, Herrn Wilfried Salomon, Herrn Tino Stenzel, Herrn Hans-Joachim Kronbiegel

Impressionen vom zweiten Entdeckertag

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Allianz für Radeln und Wasserwandern an Mulde und Zschopau gegründet

Grimma/Höfgen. Mulde und Zschopau werden zum einenden Band: Städte und Gemeinden wollen gemeinsam die Flüsse für Wasserwanderer und Radfahrer attraktiver machen. Symbolisch getragen vom Wasser der Mulde unterzeichnen am 27. Mai in der Schiffmühle Höfgen bei Grimma die Vertreter der Leader- und ILE-Regionen von Glauchau und Nossen bis nach Pouch dazu einen Kooperationsvertrag. Ilka Prautzsch, Regionalmanagerin im Delitzscher Land, hat die Kooperation vorgeschlagen und bei fast allen Partnern offene Ohren gefunden. “Wir hoffen, auch noch das Rochlitzer Muldental ins Boot zu bekommen“, hofft sie. Keine Region könne für sich allein den Mulderadweg so verbessern, dass er als Fernradweg vermarktet werden kann. Besonders aber die nötige Infrastruktur für das Wasserwandern lohne sich wirtschaftlich nur über größere Strecken und müsse gemeinsam entwickelt werden.


Koordiniert wird die Zusammenarbeit vom Naturpark Muldenland e.V. über sein bereits durch das LEADER-Programm gefördertes Projektmanagement. Die Flüsse sind unser besonderer Schatz, meint Koordinatorin Viola Heß. Die höchst abwechslungsreiche Landschaft mit den weitgehend naturbelassenen Flussläufen sei ein Erlebnis für Paddler, Radler und Wanderer.


Die Kooperationspartner haben gleiche Probleme: Schwer zu überwindende Wehranlagen beeinträchtigten den Genuss beim Wasserwandern ebenso wie fehlende Ausstiege und Rastplätze. Am Mulderadweg, der im nächsten Jahr komplett neu ausgeschildert wird, mangelt es an Orientierungstafeln und Schutzhütten. Außerdem haben beide Flusstäler einen hohen Naturwert und sind fast durchgängig europäisches Schutzgebiet, besonders für seltene und bedrohte Vogelarten. Der Schutz der Natur gehört deshalb für die Partner von Anfang an zu den Planungsvoraussetzungen. Die Wasserwanderer über den Fluss zu lenken, ihnen definierte Plätze für Ausstieg und Rast anzubieten sehen sie als wichtige Maßnahme im Sinne des Naturschutzes. „Wir übernehmen mit diesem Herangehen eine Erfahrung bei der Planung des Leipziger Gewässerverbundes durch den Grünen Ring, dessen Rat wir gesucht haben“, betont Ilka Prautzsch.


Beim Mulderadweg bedarf es noch eines letzten Kraftaktes, um Radwanderern eine gute Strecke mit ausreichend Orientierung anzubieten. Das Beispiel des Elberadweges, dem erfolgreichsten Fernradweg in Deutschland, motiviert auch an der Mulde. Die Kooperation beim Wasserwandern steht noch in den Startlöchern. Im ersten Schritt sollen in einer Studie drei Aufgaben gelöst werden: In einem Nutzungskonzept werden machbare Touren abgesteckt und die notwendige Infrastruktur dargestellt. Nach den nötigen naturschutzfachlichen Vorprüfungen soll ein Lenkungskonzept erarbeitet werden. Schließlich sind Kosten und Nutzen des Projektes zu vergleichen. „Wenn wir die Wehre in Leisnig, Rochlitz, Colditz, Grimma, Nerchau und Wurzen für die Wasserwanderer gefahrlos überwindbar machen, hätten wir bis zum Stausee Pouch die längste durchgängige Wasserwanderstrecke in Mitteldeutschland“, wirbt Heß. Schon jetzt sind die Flüsse als beliebte Paddelgewässer in Sachsen eingestuft. Tourenanbieter melden steigende Zahlen bei Bootsausleihe und geführten Touren.


Kontakt:
Dr. Viola Heß,
Naturpark Muldenland e.V.,
Projektmanagement, Tel. 03437/707362


Exkursionsprogramm mit vielen Partnern

Auch im Herbstsemester 2010 führt der Naturpark Muldenland e.V. gemeinsam mit der Volkshochschule Muldental seine Reihe Exkursionen fort. Partner bei diesem spannenden und rege genutzten Programm, das immer neue Orte im Naturpark ansteuert, sind viele engagierte Naturschützer. Sie gehören der Fachgruppe für Ornithologie und Herpetologie Falkenhain des NABU Sachsen an oder engagieren sich in Regionalgruppen des BUND. Auch regionalgeschichtlich interessierte Bürger geben in Führungen durch die Region ihr Wissen weiter.


Download Exkursionen Herbstsemester 2010


MITGAS sponsert Umweltbildung im Naturpark

Die Umweltbildung im Naturpark Muldenland hat einen wichtigen Sponsor gefunden. MITGAS, die Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH; stellte Geld für die Umweltbildung mit Kindern bereit.


Davon konnten unter anderem Ferngläser und Materialien für die Entdeckungsreise in die Natur angeschafft werden. Der Naturpark Muldenland e.V. bedankt sich.



Über tausend Gäste zum Entdeckertag

Wurzen. Sonne am Morgen – der 3. Oktober hielt bestes Wetter für den ersten Entdeckertag im Naturpark Muldenland bereit. Unter den über tausend Gästen an den verschiedenen Orten viele Leipziger, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß das Wurzener Land erkundeten.

Unsere Fotogalerie zeigt, was es rund um das älteste Pflanzenschutzgebiet Deutschlands, den Wachtelberg bei Wurzen zu entdecken gab: Produkte aus dem Muldenland und nachwachsende Rohstoffe waren das Thema beim Kartoffelfest im Landgut Nemt, Aktionen und Informationen zum Klettern, Wasserwandern und Angeln lockten in den Vereinstreff in Dehnitz, Rund um die Jagd als Form des Naturschutzes ging es im Landgasthof Dehnitz. An der Fähre in Dehnitz lagen Angelruten für Kinder bereit und die Sellnitz II für eine Schiffspartie auf dem Fluss. Das herrnhaus Schmölen zeigte sich nach dem Umbau als interessante Begegnungs- und Musikstätte, von hier aus ließ sich's in den Planitzwald wandern zum Walderlebnisplatz Weidmanns Heil.

Der Park Canitz bei Thallwitz begeisterte mit seinen Angeboten besonders Familien und Gartenfreunde - vom Bogenschießen bis zum Brotbacken, vom Burgarten bis zum Rosengarten. Das Steinarbeiterhaus in Hohburg, der Geopark in Röcknitz, das Heimatmuseum Kühren und das Rittergut in Trebsen öffneten die Türen weit. Am Abend konnte man sich für Dorftheater, Bluesnacht, Cello-Konzert oder für das Westsächsische Symphonieorchester im Dom entscheiden.

Wir vom Naturpark Muldenland sagen Danke, weil so viele mitgemacht haben und den Tag zu einem Erlebnis werden ließen.


Zum Downloaden:
Programmflyer Seite 1 (PDF, 300KB)
Programmflyer Seite 2 (PDF, 1.1MB)
Presseecho Leipziger Volkszeitung

Impressionen vom Entdeckertag

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Unsere Partner bei ersten Entdeckertag im Naturpark Muldenland:

  • dem NABU Sachsen mit dem Naturschutzinstitut Leipzig des NABU
  • dem Landschaftspflegeverband Muldenland e.V.
  • der Landestalsperrenverwaltung, Betriebsteil Rötha
  • dem Förderverein-Landschaftspflegeverband "mittleres Muldegebiet" e.V.
  • dem Förderverein für Handwerk und Denkmalpflege Schloss Trebsen e.V.
  • dem Verein mitteldeutscher Wanderfisch e.V
  • dem Angel- und Naturschutzverein Muldental e.V.
  • dem Kreisjagdverband
  • dem Museum Steinarbeiterhaus Hohburg
  • dem Heimatmuseum Kühren
  • der Stadt Wurzen
  • der Gemeinde Thallwitz mit dem Geopark Nordsachsen
  • der Gemeinde Bennewitz
  • den Familien Francke und Korpowski im Herrenhaus Schmölen
  • dem Landgut Nemt
  • dem Gasthof zur Fähre
  • dem Landgasthof Dehnitz
  • der Service Gebietszentrale Wurzen mit dem Walderlebnis-Angebot "Weidmanns Heil"
  • dem Reiterhof Kunze in Altenbach
  • dem TheaterMachern e.V.

sowie dem Landeskuratorium ländlicher Raum in Kohren-Sahlis und dem Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie.

Wir bedanken uns für viele Ideen und sorgsam vorbereitete Überraschungen für die Gäste des Entdeckertages in und um Wurzen.

Naturpark kooperiert mit der Volkshochschule Muldental

Als erste Volkshochschule im Naturpark Muldenland kooperiert die Volkshochschule Muldental auf dem Gebiet der Umweltbildung mit dem Naturparkverein. Die Kooperation umfasst im Herbstsemester Angebote für Schulen bis Klasse sechs, Aufenthalte im Schullandheim der VHS, Kurse im Rittergut Trebsen und eine Reihe fachkundig geführter Exkursionen in den Naturpark. Die Kooperationsvereinbarung wurde am 27. August feierlich in der Volkshochschule in Wurzen unterzeichnet. Die Zusammenarbeit soll ausgebaut werden und dient als Muster für weitere Kooperationen mit Volkshochschulen im Naturpark Muldenland.

Der Naturfotograf Oliver Richter sorgte für einen höchst passenden Rahmen zu diesem Anlass: In der Volkshochschule Wurzen in der Lüptitzer Straße 2 zeigt er 42 Nahaufnahmen aus der Natur der Region. Wie durch die Lupe sieht man auf seinen Fotos Schmetterlingen beim Schlüpfen oder Spinnen bei der Beutejagd zu. Die Bilder sind noch bis Ende des Jahres in der Volkshochschule zu sehen.

Kontakt: Volkshochschule Muldental, Britt Gappa
www.richter-naturfotografie.de



links: Franka Seidel entwirft die Angebote für die Schulen und führt einige Entdeckertouren durch den Naturpark.
rechts: Thomas Friedrich, Leiter der Volkshochschule Muldental, Landrat Dr. Gerhard Gey, Präsident des Naturpark Muldenland e.V. und Uwe Bielefeld, Geschäftsführer des Fördervereins für Handwerk und Denkmalpflege Trebsen unterzeichnen den Kooperationsvertrag.


Hundert Unterschriften für eine durchgängige Regattastrecke

Hundert Wassertouristen aus ganz Sachsen unterstützten mit ihrer Unterschrift das Anliegen, die Mulde für Wanderfische und Wanderboote durchgängig zu machen. Dafür warben der Naturpark Muldenland gemeinsam mit dem Verein Mitteldeutscher Wanderfisch am Start der Mulde-Regatta am 29. August in Grimma. Beide Vereine setzen sich dafür ein, die vorhandenen Wehre im Fluss um kombinierte Fisch-Boots-Pässe zu ergänzen und so den Wasserwanderern das Umtragen der Boote zu ersparen. Gerade bei der Mulde-Regatta zeigte sich, wie notwendig solche Bootspässe sind. Am Wehr Golzern mussten die Wanderer Wartezeiten bis 45 Minuten in Kauf nehmen, bevor die ihr Boot wieder einsetzen konnten - und das trotz der tatkräftigen und zügigen Hilfe der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerkes. Der Text des Aufrufes ist auf der Website des Naturparkes nachzulesen. Unterschriftenlisten sind in der Geschäftsstelle des Naturparkes erhältlich.
Aufruf zum Ausdrucken (PDF, 370kB)


Wo Gutes "SooNahe" liegt

"SooNahe" steht auf Wurst und Käse, Wein und Backwaren – im Hunsrück. Die Unternehmen gaben Produkten aus ihrer Region eine Marke. Soonwald-Nahe heißt die vorwiegend ländliche Region um Bad Kreuznach. Geboren wurde daraus die Marke "SooNahe". Im Muldenland lag es genauso nahe, regionalen Produkten einen spezielles Kennzeichen zu geben: die Marke Muldenland. Darauf hatten sich knapp hundert Erzeuger im Muldenland bereits 2006 geeinigt. Sie präsentieren ihre Unternehmen und Erzeugnisse im Internet unter www.marke-muldenland.de. Was der Initiative fehlt, sind Markenkriterien für die Produkte und eine regionale Vermarktungsstruktur.



Packt eine SooNahe–Beziehungskiste:
Mechthild Wigger vom Regionalbündnis Soonwald–Nahe.
Foto: Meike Wagner
Der Naturpark Muldenland e.V. schaute sich nach erfolgreichen Vorbildern um und wurde im Hunsrück fündig. Das dortige Leuchtturmprojekt "SooNahe" war deshalb Ende Juni Ziel einer Exkursion von Unternehmern aus der Mulderegion. Mit dabei solche Spitzenreiter der regionalen Vermarktung wie der Erzeugerzusammenschluss Muldental e.V. mit dem Landgut Chursdorf als Vorreiter oder die Firma Frucht–Klaus aus Wurzen.


Partner im zweitägigen Erfahrungsaustausch waren das Regionalbündnis Soonwald–Nahe, das rund 400 Mitglieder hat, und der Hunsrück–Marketing e.V., der sich eigens für die Vermarktung der "SooNahe"–Produkte gegründet hat. Die zweite Regionalmarke im Bundesland Rheinland–Pfalz hat mit staatlicher Unterstützung einen Senkrechtstart hingelegt.


Fast hundert Unternehmen nutzen die Zusatzmarke und die mit ihr verbundenen Vermarktungsmöglichkeiten über regionale Verkaufsstellen, Märkte, Museumsläden und bei den Discountern REWE, Edeka und Globus. Mit Genießer–Aktionen und der SooNahe–Beziehungskiste, die man sich aus der ganzen Produktpalette individuell packen lassen kann, wird die Marke bei den Käufern immer neu ins Bewusstsein gebracht.
Schon auf der Rückfahrt schmiedeten die Erzeuger aus dem Muldenland Pläne. Die Erfahrungen und Ideen werden im Herbst bei einem Workshop aufbereitet, den wiederum der "Naturpark Muldenland" organisiert. www.soonahe.de



Erfahrung an der Nahe: Muldentaler Unternehmer und der Naturpark Muldenland e.V. zu Gast bei Helmut Hehner (2.v.l.) und Mechthild Wigger (2.v.r) vom Regionalbündnis Soonwald–Nahe und Dr. Reiner Lauf vom Hunsrück–Marketing e.V. (4.v.l.). Mit dabei aus dem Muldenland: Angelika Theilemann, Lutz Simmler, Utz Leischnig, Christian Klaus, Christian Thiele und Kerstin Lieber (v.l.n.r.).
Foto: Meike Wagner

Kontakt: Viola Heß, Naturpark Muldenland
viola.hess@naturpark-muldenland.de


Testfall für den durchgängigen Wassertourismus

Für Wanderfische soll das Wehr nahe Pauschwitz bei Trebsen bald kein Hindernis mehr sein. Die Julius Schulte GmbH möchte hier eine Fischaufstiegsanlage mit Hilfe des Freistaates Sachsen errichten. Thomas von der Heide vom Verein Mitteldeutscher Wanderfisch sieht es mit Freude. Aber er meint auch: Es ginge noch viel besser! Wenn in den Fischaufstieg eine Bootsgasse integriert würde, bliebe den Wassertouristen - und damit auch allen Teilnehmern an der jährlichen Mulden-Regatta das beschwerliche Umtragen der Boote erspart,Dafür stark machten sich am 17. April diesen Jahres bei einer Beratung zum Projekt der Wanderfischverein, der Naturpark Muldenland, der Sächsische Kanuverband, die sächsischen Angler und die Tourismusvertreter des Landratsamtes. Aber: Die Besitzer der Wehre sind nach EU-Recht nur für die ökologische Durchlässigkeit der Anlage verantwortlich. Kein Wehreigentümer ist verpflichtet, die Mehrkosten für einen Bootspass zu tragen. Dennoch freuen sich die Förderer des Wasserwanderns über einen Teilerfolg. Die Städte der Mulde-Regatta Grimma, Trebsen und Wurzen sowie die Gemeinde Bennewitz bringen gemeinsam mit dem Sächsischen Kanuverband die notwendige Summe für den Planungsmehraufwand zusammen. Wie eine solche Bootsgasse am Wehr beschaffen sein müsste, wie sie angelegt werden kann und was sie zusätzlich kostet, steht mittlerweile fest: 147 000 Euro. "Wir freuen uns, dass die Bürgermeister das Anliegen so unterstützen, sie erkennen den touristischen Stellenwert", sagt Thomas von der Heide. Er schaut schon auf die nächste Hürde: Der Mehraufwand muss finanziert werden. Vereine und Landratsamt Landkreis Leipzig suchen gemeinsam nach Möglichkeiten der Förderung. Auch Stiftungen werden für das Projekt angesprochen.
Kontakt: Mitteldeutscher Wanderfisch e.V. Email: info@mdwf.de


Themendorf Höfgen wird Pilotprojekt

Der Grimmaer Ortsteil Höfgen ist als eines der vier besten Pilotvorhaben im Wettbewerb "Sachsens Themendörfer" ausgezeichnet worden. Landwirtschaftsminister Frank Kupfer ehrte die vier Dörfer auf dem Fachkolloquium "Sachsens Erlebnisdörfer" des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Die vier Dörfer, neben Höfgen zwei Orte aus dem Landkreis Bautzen und einer aus dem Kreis Görlitz, werden bei der Umsetzung ihrer Projekte von professionellen Tourismusexperten unterstützt. Die sächsische Regierung stellt dafür insgesamt 60 000 Euro zur Verfügung.
Der Naturpark Muldenland gehörte zu den Partnern der Stadtverwaltung Grimma, die gemeinsam mit dem Ortschaftsrat Höfgen und vielen Akteuren im Dorf die Konzeption für Höfgen erarbeiteten. Dabei bestätigte sich der Ansatz der Akteure, ein Dorf der Sinne zu entwickeln, das Sinneserfahrung in der Landschaft und im ländlichen Raum anbietet und künstlerisch oder spielerisch zum sinnlichen Erfahren einlädt. Höfgen kam mit diesem Konzept unter die ersten von 54 Teilnehmern und kann mit 10 000 Euro für die Weiterentwicklung des Konzeptes rechnen. Als weitere Themendörfer oder als Bunte Dörfer aus dem Naturparkgebiet bewarben sich: Schwarzbach mit dem Museum für bäuerliche Architektur, Zschadraß als Energiedorf, Sörnzig als Intarsiendorf und Chursdorf mit Landgut und Büffelfarm.
Das Projektmanagement des Naturparkes ist bereit, alle diese Dörfer bei ihrer Profilierung zu unterstützen und in der Arbeitsgruppe Themendörfer des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie mitarbeiten.
Kontakt: info@naturpark-muldenland.de


Ausweisung als Naturpark

Die Ausweisung von Naturparken nach Bundesnaturschutzgesetz ist in Sachsen seit August 2008 Aufgabe der Unteren Naturschutzbehörden der Landkreise. Damit bekommt der Naturpark Muldenland einen neuen Partner für sein Ausweisungsverfahren. Die Fläche der Schutzgebiete, die der geplante Naturpark umfassen soll, verteilt sich im Wesentlichen auf die Landkreise Leipzig und Mittelsachsen. Der Verein Naturpark Muldenland übergab zu Jahresbeginn den Naturschutzbehörden eine Karte des vorgesehenen Naturpark-Areals, das überwiegend aus zusammen hängenden Schutzgebieten entlang der Mulde und ihrer Zuflüsse besteht. Die Fachbehörde wurde gebeten, den Ablauf des Ausweisungsverfahrens und die nötigen Voraussetzungen zu klären.


Unterstützung für das Ausweisungsverfahren sicherten der Verband deutscher Naturparke e.V. mit Sitz in Bonn und die AG Naturparke in Europarc Deutschland e.V. zu. In der Bundesrepublik gibt es seit März 101 Naturparke. In Sachsen sind bisher Erzgebirge/Vogtland, Dübener Heide und Zittauer Gebirge als Naturparks ausgewiesen.


Wanderfisch und Wanderboot

Für die längste zusammenhängende Wasserwanderstrecke Mitteldeutschlands suchen der Naturpark Muldenland und der Verein Mitteldeutscher Wanderfisch Unterstützer. Sie soll von Grimma bis Bad Düben die Natur am Fluss zugänglich machen - mit Respekt für die bestehenden Schutzmaßnahmen wie die Einhaltung der Vogelbrutzeiten. Die beiden Vereine setzen sich für den Bau von Boots-Fisch-Pässen an den bestehenden Querbauten im Fluss ein. Die Wehre stellen nicht nur für Wasserwanderer ein Hindernis dar, sondern häufig auch für die Wanderfische. Die mit Borsten ausgestatteten Fisch-Bootspässe ermöglichen eine gefahrlose Fischwanderung stromaufwärts und den Paddlern das bequeme Passieren der Wehre, ohne die Boote umzutragen.


Gemeinsames Ziel ist die Wiederansiedlung des Lachses in der Mulde. Zugleich wirken beide Vereine gemeinsam mit den naturschutzverbänden dafür, über geeignete Information und Beschilderung sowie erlebnisorientierte Formen der Umweltbildung Wassersport, Erholung und Naturschutz als vereinbar zu erhalten.Auf der Messe Beach & Boat im Februar in Leipzig sicherten die Verbände der sächsischen Angler und Kanuten dem Projekt ebenso Unterstützung zu wie der Tourismusverband Sächsisches Burgen- und Heideland und die Bootsanbieter der Region. Ja zu diesem Vorhaben sagten auch die Teilnehmer beim 3. Wanderfisch-Symposium am 26. März 2009 in Grimma. Der Unterstützeraufruf und Unterschriftenlisten liegen in der Geschäftsstelle des Naturparkes Muldenland bereit.


Freiwillige gesucht

Der Verein Naturpark Muldenland e.V. sucht einen Freiwilligen im ökologischen Jahr für seine Umweltbildung.


In Kooperation mit der Volkshochschule Muldental sind umfangreiche Aufgaben in der Umweltbildung für den Naturpark unter Anleitung einer erfahrenen Fachkraft (Hochschulabschluss) zu erfüllen. Die Bildungsangebote richten sich an alle Generationen.
Bewerbungen für die Stelle im Naturpark Muldenland bitte an folgenden Träger:


Kolping-Bildungszentrum,
Frau Sigrid Buchfink,
Bahnhofstraße 120,
04774 Dahlen
Email: Sigrid.Buchfink@kolping-sachsen.de
Telefon: 034361-84010

 

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